Bau der Biogasanlage in Bergheim beginnt

Mittwoch, den 7. Juli 2010

Am Montag, 05.07.2010, haben die Baumaschinen im Industriepark Bergheim ihre Arbeit aufgenommen. Kettenraupen bereiten derzeit den Untergrund für den Aushub der Baugruben vor. Insgesamt werden etwa 5.500 Kubikmeter Erde bewegt. Bauherrin des Projektes ist die Bioenergie Bergheim GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Windwärts Energie GmbH. Die Bauleitung liegt bei der Windwärts Energie GmbH. Ende des Jahres soll das erste Biogas produziert werden.

Klimafreundliche Energie für mehrere tausend Privathaushalte

„Nachdem wir im letzten Jahr die zweite Siloplatte zur Einlagerung der Energiepflanzen fertig gestellt haben, freuen wir uns, jetzt mit dem Anlagenaufbau zu beginnen“, sagt Henning Lahrmann, Bauleiter der Windwärts Energie GmbH. Die Biogasanlage des Herstellers Schmack Biogas GmbH wird jährlich etwa 5,3 Millionen Kubikmeter Biogas produzieren. Dies entspricht einer elektrischen Nennleistung von etwa 1,4 Megawatt. „Mit diesem Gas können jährlich rund 11 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Das entspricht dem Strombedarf von circa 3.600 Privathaushalten“, erklärt Lahrmann. Der Ausbau der Biogaserzeugung folgt den deutschen und europäischen Klimaschutzzielen. Strom und Wärme, die aus einem Hektar Energiepflanzen erzeugt werden können, sparen 15 Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr ein.

Bioenergie „Made in Bergheim“

Im Biogasprojekt Bergheim wurden bisher zwei Siloplatten mit einer Grundfläche von insgesamt 4.000 Quadratmetern gebaut. Je nach Füllhöhe können dort bis zu 15.000 Tonnen Energiepflanzen eingelagert werden. Über 30 Landwirte aus Steinheim und Umgebung bauen für das Projekt Energiepflanzen an. Aufgrund von Verzögerungen im Verlauf der Projektrealisierung wurden die Energiepflanzen bisher an andere Biogasanlagen weiterverkauft. Die diesjährige Ernte wird erstmalig am Projektstandort in Bergheim Bioenergie erzeugen.  „Damit können wir den Landwirten auch die im Vergärungsprozess entstehende Gärprodukte direkt am Anlagenstandort zurückgeben“, sagt Lisa Barbrock, Projektingenieurin der Windwärts Energie GmbH und verantwortlich für die Sicherung der Einsatzstoffe. Die ausgegorenen Gärsubstrate dienen Landwirten als hochwertiger Dünger. Mit dem Ausbringen dieses Düngers auf die Felder schließt sich auch der Stoffkreislauf der Biogaserzeugung.

Fertigstellung der zweiten Siloplatte und Erntebeginn

Mittwoch, den 23. September 2009

Die diesjährige Maisernte für das Biogasprojekt Bergheim beginnt am 24. September. Innerhalb von etwa fünf Tagen wird der Energiemais geerntet und am Projektstandort im Industriepark Bergheim eingelagert. Der Ernteverkehr wird hauptsächlich zwischen 6 und 22 Uhr erfolgen, um die Geräuschbelastung für die Anwohner möglichst gering zu halten. Anfang September wurde der Bau der zweiten Siloplatte erfolgreich abgeschlossen.

„Wir freuen uns über die Fertigstellung der zweiten Siloplatte und den anstehenden Erntebeginn“, sagt Lisa Barbrock, die bei der Windwärts Energie GmbH unter anderem für die Sicherung der Einsatzstoffe verantwortlich ist. Das neu errichtete Silo hat eine Grundfläche von etwa 1.700 Quadratmetern. Je nach Füllhöhe können dort bis zu 7.500 Tonnen Feldfrüchte eingelagert werden. Insgesamt 21 Landwirte aus der unmittelbaren Umgebung haben als Vertragspartner für das Biogasprojekt größtenteils spezielle Energiemaissorten angebaut. „Trotz der trockenen Witterung in den letzten Monaten erwarten wir ein gutes Ernteergebnis“, sagt Ansgar Senneka, der am Projektstandort als Betriebsleiter verantwortlich ist.

Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau der Fermenter begonnen werden. Für das zweite Quartal 2010 ist die Inbetriebnahme der Biogasanlage vorgesehen. Der Beginn der Biomethaneinspeisung in das Erdgasnetz ist ab dem vierten Quartal 2010 geplant.

Zweite Siloplatte für Biogasprojekt Bergheim im Bau

Montag, den 3. August 2009

Die Bagger sind seit heute auf dem Gelände des Biogasprojektes im Industriepark Bergheim zum Bau der zweiten Siloplatte im Einsatz. Rechtzeitig zur Maisernte soll die zweite Siloplatte in etwa vier Wochen fertig gestellt sein. Damit können die gesamten vertraglich vereinbarten Ernteerträge eingelagert werden. Der Baubeginn der Biogasanlage ist noch für dieses Jahr geplant. Die Anlage soll bis zum Sommer nächsten Jahres in Betrieb gehen

„Wir lagern dieses Jahr den Mais von etwa 150 Hektar Ackerfläche ein. Für die kommenden Jahre konnten wir die Mais-Anbaufläche verdoppeln“, freut sich Projektingenieurin Lisa Barbrock, die für die Sicherung der Einsatzstoffe verantwortlich ist. „Mit den eingelagerten Ernten aus diesem und dem letzten Jahr ist der Bedarf an Mais für die nächsten Jahre bereits gedeckt. Wir sind dennoch an weiteren Lieferanten interessiert, etwa für Ackergras oder Rindergülle“, sagt Lisa Barbrock.

Die Biogasanlage kann im Volllastbetrieb zwischen 300 und 350 Kubikmeter Biomethan pro Stunde in das öffentliche Gasnetz einspeisen. Das entspricht einer Anlagenleistung von ungefähr 1,2 Megawatt elektrisch.   

„Derzeit etabliert sich ein Biomethanmarkt, der einen guten wirtschaftlichen Rahmen für das Biogasprojekt Bergheim darstellt“, berichtet Andreas Becker, Projektleiter der Windwärts Energie GmbH. „Bereits jetzt haben wir interessierte Abnehmer für die nach Inbetriebnahme der Gasaufbereitungsanlage zur Verfügung stehende Biomethanmenge“, sagt Andreas Becker.

Windwärts Energie GmbH entwickelt Biogasprojekt Bergheim eigenständig weiter

Freitag, den 31. Juli 2009

Die mit den Stadtwerken Lemgo geführten Vertragsverhandlungen sind aufgrund unterschiedlicher Ansichten in der Projektplanung und Projektumsetzung am 15.07.2009 gescheitert. Die Windwärts Energie GmbH wird das Projekt nun, wie ursprünglich geplant, eigenständig weiterentwickeln und realisieren. Als nächster Schritt wird die zweite Siloplatte errichtet, damit die diesjährigen Ernteerträge planmäßig eingelagert werden können.

Biogas-Kooperation mit den Stadtwerken Lemgo

Donnerstag, den 2. April 2009

Die Windwärts Energie GmbH kooperiert im Biogasprojekt Bergheim (Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen) zukünftig mit den Stadtwerken Lemgo. In dieser partnerschaftlichen Zusammenarbeit ist die Windwärts Energie GmbH für die Beschaffung der Einsatzstoffe und den Betrieb der Biogasanlage verantwortlich. Die Stadtwerke Lemgo übernehmen die Aufgabe, das Biogas aufzubereiten, in das Versorgungsnetz einzuspeisen und es zu vermarkten.

Geplant ist, mit dem Bau der Fermenter noch im Jahr 2009 zu beginnen. Die Einspeisung des Biomethangases soll bei einer Anlagenleistung von bis zu 350 Normkubikmeter pro Stunde ab Sommer 2010 erfolgen.

„Diese Anlage ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll – so erzeugen wir klimafreundliches Gas, das aufbereitet wie Erdgas genutzt werden kann“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Arnd Oberscheven und ergänzt: „Indem wir selbst Biogas aufbereiten und nutzen können, machen wir uns unabhängiger von Erdgas-Importen und den damit verbundenen Preisdiktaten.“ Torsten Flemming, Geschäftsführer der Windwärts Energie GmbH, unterstreicht den nachhaltigen Effekt des Projektes: „Gemeinsam schonen wir die natürlichen Ressourcen und reduzieren klimaschädigende Emissionen - eine Strategie, die unsere beiden Unternehmen auszeichnet.“

Erntebeginn für Biogasprojekt Bergheim

Montag, den 22. September 2008

In dieser Woche beginnt die Maisernte für das Biogasprojekt Bergheim. Innerhalb von ca. 5 Tagen werden die Energiepflanzen geerntet und einsiliert. Der Ernteverkehr wird hauptsächlich zwischen 6.00 und 22.00 Uhr erfolgen, um die Geräuschbelastung für die Anwohner möglichst gering zu halten. Der Bau der Biogasanlage im Industriepark Bergheim ist im Jahr 2009 geplant. Für den zukünftigen Anlagenbetrieb sucht die Windwärts Energie GmbH weitere Lieferanten für Einsatzstoffe.

„Nachdem eine vollständige Nutzung der Abwärme aus dem Anlagenbetrieb nicht sichergestellt werden konnte, haben wir uns in den vergangenen Wochen intensiv mit alternativen Anlagekonzepten beschäftigt“, erläutert Projektleiter Andreas Becker von der Windwärts Energie GmbH. „Sehr vielversprechend erscheint uns am Standort Bergheim die Aufbereitung und Einspeisung des Biogases in das Erdgasnetz.“ Mit diesem Anlagenkonzept kann die Verwendung des Biogases unabhängig vom Standort der Biogasanlagen und vom Zeitpunkt der Produktion erfolgen. Die voraussichtlich zum 01.01.2009 in Kraft tretende Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ermöglicht es zudem, zukünftig neben Mais auch andere Einsatzstoffe für die Anlage zu verwenden. „Wir suchen daher auch Lieferanten, die beispielsweise Rindergülle oder Rapskuchen liefern können“, sagt Projektingenieurin Lisa Barbrock, die für die Koordination der Projektaktivitäten verantwortlich ist.

Umplanung des Biogasprojektes Bergheim wegen zu geringer Wärmenachfrage

Freitag, den 11. Juli 2008

Das Biogasprojekt Bergheim wurde in den vergangenen Monaten weiterentwickelt, so dass der Baubeginn der Anlage bereits in Aussicht stand. Für die Umsetzung fehlte nur noch die Unterzeichnung der Verträge mit den interessierten Wärmeabnehmern.

Nach längeren Verhandlungen mit den umliegenden Gewerbebetrieben wurde jedoch deutlich, dass die im Prozess entstehende Wärme derzeit nicht in dem erforderlichen Umfang an Abnehmer vor Ort verkauft werden kann. „Die vertragliche Sicherung der Wärmeabnahme stellt jedoch eine unabdingbare Voraussetzung für die Mittelfreigabe durch die finanzierende Bank dar“, erläutert Projektleiter Andreas Becker. „Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit ist eine Inbetriebnahme im Jahr 2008 nun nicht mehr möglich.“

Die Windwärts Energie GmbH arbeitet weiterhin an der Realisierung des Biogasprojektes Bergheim. „Wir bleiben am Ball. Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Biogasprojekt am Standort sind nach wie vor gut“, sagt Andreas Becker. „Auf der Grundlage des neuen EEG, das zum 01.01.2009 in Kraft tritt, sowie der Gasnetzzugangs- und Gasnetzentgeltverordnung prüfen wir jetzt Alternativen zum derzeitigen Anlagenkonzept.“

Verkauf der eingelagerten Silage aufgrund des geänderten Inbetriebnahmetermins

Freitag, den 6. Juni 2008

Die heute im Bundestag verabschiedete Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zum 01.01.2009 wirkt sich auch auf das Biogasprojekt Bergheim aus. Da mit den neuen Konditionen des EEG eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit des ersten Anlagenstranges einhergeht, wurde die Inbetriebnahme entsprechend verschoben. Sie wird voraussichtlich im Januar 2009 mit dem Inkrafttreten der Gesetzesnovelle erfolgen. Dementsprechend ist die Fortsetzung der Bauarbeiten nun für den Spätsommer vorgesehen.

Als Folge der verschobenen Inbetriebnahme wurde beschlossen, die bereits 2007 eingelagerte Maisernte an andere Biogasanlagen weiterzuverkaufen. Interessierte Abnehmer wurden schnell gefunden. Seit dem 2. Juni rollen die ersten Lastwagen auf dem Gelände der Biogasanlage. „So können wir bei der Inbetriebnahme der Biogasanlage auf frische Einsatzstoffe mit hohem Energiegehalt zugreifen“ erläutert Andreas Becker, Leiter des Projekts, einen Vorteil gegenüber der Nutzung der eingelagerten Silage. „Wir stehen zu unserer vertraglichen Verpflichtung, den für uns angebauten Mais auch in diesem Jahr abzunehmen.“ Durch den Verkauf wird sichergestellt, ausreichend Lagerkapazitäten für die Ernte 2008 bereitstellen zu können. Der Abtransport der Silage wird voraussichtlich bis Mitte September abgeschlossen sein.

Zeitliche Anpassung des Anlagenbaus in Bergheim an geplante gesetzliche Änderungen

Dienstag, den 12. Februar 2008

Die für Januar 2009 geplante Novellierung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG), das unter anderem die Vergütung für Strom aus Biogasanlagen regelt, hat erhebliche Auswirkungen auf das bisherige Konzept des Biogasprojektes Bergheim. Der seit Ende 2007 vorliegende entsprechende Gesetzesentwurf sieht die folgenden Änderungen vor:

Bisher waren im Projekt Bergheim zwei technisch getrennte Anlagenstränge á 716 kW geplant, die auf dem gleichen Grundstück parallel betrieben werden und als zwei getrennte Anlagen eine erhöhte Vergütung nach dem bestehenden EEG erhalten sollten. Nach den Kriterien des Entwurfs der Novellierung würden diese benachbarten Anlagen nun als eine gemeinsame Anlage mit 1.432 kW angesehen und eine erheblich verminderte Vergütung pro erzeugte Kilowattstunde Strom erhalten. Die für den Anlagenbetrieb geplante Wirtschaftlichkeit wäre so nicht mehr erreichbar. Die Regelung gilt auch für Anlagen, die bereits vor dem 01.01.2009 in Betrieb genommen werden.

Der Entwurf des neuen EEG sieht jedoch auch vor, dass benachbarte Biogasanlagen als zwei getrennte Anlagen angesehen werden und entsprechend eine höhere Vergütung pro kWh erhalten, wenn sie mit einem Abstand von mindestens 12 Monaten in Betrieb gesetzt wurden.

Um keine Zeit durch eine langwierige genehmigungsrechtliche Umgestaltung zu verlieren, wird das Biogasprojekt Bergheim jetzt in zwei Projektabschnitten realisiert: Der Bau des ersten Anlagenstranges mit 716 kW wird wie geplant im Frühjahr beginnen, um die Anlage im Sommer 2008 in Betrieb zu nehmen. Der Bau des zweiten Anlagenstranges ist zeitlich so versetzt geplant, dass dieser mit einem Abstand von 12 Monaten zum ersten Strang in Betrieb gehen kann. Auf dieser Grundlage bleiben die Voraussetzungen für einen wirtschaftlich erfolgreichen Anlagenbetrieb für alle Projektbeteiligten gewährleistet.

Schmack Biogas AG ist neuer Anlagenlieferant

Donnerstag, den 15. November 2007

Neuer Anlagenlieferant für das Biogasprojekt Bergheim ist die Schmack Biogas AG aus Schwandorf. Die entsprechenden Verträge mit dem bayerischen Unternehmen sind bereits unterzeichnet. Die börsennotierte Schmack Biogas AG wurde 1995 gegründet und hat seitdem national sowie international eine Vielzahl von Biogasanlagen gebaut. Der Wechsel des Anlagerherstellers war erforderlich, da der ursprünglich beauftrage Anlagenhersteller in wirtschaftliche Schieflage geraten war und mittlerweile Insolvenz angemeldet hat.